Nach mehr als einem halben Jahr hab ich mal wieder die USA verlassen. Letztes Wochenende gings mit Caro und einem Freund nach Kanada, genauer gesagt nach Montréal ins Québec. Nach ca. 5h Autofahrt hieß es dann "Bienvenue à Montréal, let's parler franglais". Amtssprache ist hier fanzösisch, englisch kann aber auch jeder, somit haben wir uns den Einheimischen angeschlossen und haben einfach einen Mix aus englisch und französisch geredet. Ist aber schon erschütternd, wie schnell man sein gutes Schulfranzösisch verlernt, wenn man es ein halbes Jahr nicht braucht.
Eingepackt als würde man zum Skifahren gehen (oder noch schlimmer), immerhin muss man ca. -20°C aushalten, die sich noch viel kälter anfühlten, starteten wir dann am nächsten Morgen unsere Erkundungstour, die mit einem Besteigen des "Mont Royale" begann. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht auf die Stadt, zugleich war es auch ein reines Winterparadies. Langläufer, Schlittenfahrer, Schlittschuhläufer, Wanderer, alles war unterwegs. Da haben wir uns schon ein wenig geärgert, dass wir unsere Schlittschuhe nicht mitgenommen haben ;-) Doch auch beim Herumspazieren konnten wir das tolle Winterwetter genießen. Das war Kanada wie man es sich vorstellt.
Klar wurde uns dann aber auch, warum Montréal so ein riesen unterirdisches Einkaufszentrum hat...in Wirklichkeit ist es die größte zusammenhängende Untergrundstadt der Welt: es ist im Winter einfach zu kalt, um sich längers draußen aufzuhalten. So haben wir dort ein wenig Zeit verbracht, bevor wir den Abend in unserem Hotel und einer Bar ausklingen ließen.
Am Sonntag gings dann nach einem sehr leckeren, reichhaltigen Frühstück ins "Vieux (alte) Montréal", das eine sehr schöne Hafenpromenade hat. Da es aber draußen VIEL zu kalt war haben wir uns mittags im Restaurant aufgewärmt und haben die berühmte Basilika Notre-Dame besichtigt, bevor es dann gegen 17 Uhr wieder zurück nach Boston ging.
Oui, c'est ca, notre excursion à Montréal =)