Donnerstag, 25. November 2010

American culture part 2: Thanksgiving

Essen, essen und nochmal essen...
Die Vorbereitungen für Amerikas größtes und wichtigstes Familienfest (sogar wichtiger als Weihnachten), das immer am letzten Donnerstag im November stattfindet, begannen bei uns am Mittwoch, Dienstag sind schon die Großeltern angereist. Heute morgen fand dann die Fortsetzung des Kochmarathons statt, und ja, die amerikanischen Öfen müssen so groß sein, wie sollen denn sonst ein Turkey und diverse Pies auf einmal reinpassen??? ;-)
Alle, die gerade eine Kochpause hatten, haben sich morgens eine große Thanksgiving Parade aus New York im Fernsehen angeschaut, anschließen war Football an der Reihe.
Um 12 begann dann das Festessen mit einer Butternut Squash Suppe (Art Kürbissuppe) mit Brötchen, 2 Stunden später war dann auch endlich der Turkey fertig, der gemeinsam mit Cranberry Sauce, sweet mashed potatoes, normalem Kartoffelbrei, Bohnen und Gravy aufgetischt wurde.
Zum Nachtisch stand anschließend sehr leckerer Chocolate Pie, Apple Pie und Pumpkin Pie zur Auswahl.
Ja, und jetzt komm ich gerade von dem längst überfälligen Verdauungsspaziergang zurück ;-)
Happy Thanksgiving, die nächste Woche werde ich mir wohl wieder viele Turkey-Rezepte raussuchen müssen, damit der Riesenvogel irgendwie weg kommt.

Montag, 22. November 2010

American culture part 1: football





Football ist natürlich DER Sport in Amerika, das muss man auf jeden Fall mal miterlebt haben wenn man schon hier ist.
So haben am Samstag ne Freundin und ich das Spiel der Unis Harvard vs. Yale angeschaut, das wichtigste und spannendste Spiel der ganzen Saison da die beiden größten Rivalen aufeinandertreffen. Aber ich fang mal von vorne an.
Das ganze Spektakel ging schon am Donnerstag mit einer Stimmungs warm-up Party im Harvard Yard los, wo die Cheerleader und die Band schon einen kleinen Auftritt hatten und auch das Football-Team vorbeischaute und anschließend noch eine Band für die richtige Atmosphäre gesorgt hat. Währenddessen hab ich mich natürlich kräftig am Büffett bedient (heiße Schokolade, heißer Apfelpunsch, Donuts, Lasagne, Fischsuppe *mmhhh*) um der Kälte zu wiederstehen, war natürlich alles umsonst (ist vielleicht deshalb Harvard so teuer? ;-) )
Anfangs wusste ich gar nicht was das soll da ich nur durch Zufall nach meinem Kurs auf das ganze gestoßen bin aber eine nette Studentin hat mich dann aufgeklärt.
Leider ist das Spiel aber so beliebt, dass schon alle Karten ausverkauft waren. Aber auf dem Weg zum Stadion konnten wir dann glücklicherweise doch noch 2 Tickets erstehen und somit gings dann auf zu unserem ersten Footballspiel. Da wir aber nicht geplant haben dass wir noch reinkommen waren wir auch nicht darauf vorbereitet, d.h. wir hatten beide keinen Schimmer über Football, keine Decken gegen die Novemberkälte und auch kein Sitzkissen. Aber nette Sitznachbarn erklären einem gerne die Regeln und das Stadionmagazin funktioniert auch bestens als Sitzunterlage, somit stand dem Spiel nichts mehr im Wege.
Ca. 2 1/2 Stunden lang (mit Unterbrechungen, reine Spielzeit ist 1h) haben die Spieler dann um den Ball gekämpft, die Stimmung wurde immer wieder durch die Cheerleader und die Band angeheizt und es hat sich gelohnt, Harvard hat nachher 28:21 gewonnen. =) So wurde nachher noch auf dem Feld mit den Spielern gefeiert und das eine oder andere Foto geschossen ;-)




Halloween ist jetzt zwar schon lang vorbei, aber endlich hab ich die Bilder bekommen. Den Kürbis in der Mitte hab ich gemacht, toll, nicht? ;-)
Und weils so schön war bekommt ihr noch ein Bild vom tollen Herbst in New England =)

Dienstag, 2. November 2010

HALLOWEEN

wird hier in Amerika natürlich ganz groß gefeiert. Viele Häuser sind schon seit Anfang Oktober "geistermäßig" dekoriert mit Skelett vor der Tür, kunstvoll geschnitzten Kürbisgeistern (nicht nur mit 08/15 Gesicht wie bei uns ;-) ), Grabsteinen, Spinnennetzen, Fähnchen, blinkenden Augen usw. In den Geschäften ist sogar schon mindestens seit September Halloween.

Für mich persönlich ging Halloween eine Woche vor dem großen Tag mit einem AuPair-Meeting in Salem, "the witch city" los. In der Stadt dreht sich ALLES um Halloween. Sie preist sogar damit, dass nirgends Halloween besser gefeiert wird als dort. Nunja, darüber lässt sich vielleicht streiten ^^. Die "hounted houses" waren auf jeden Fall ganz lustig, war so ähnlich wie Geisterbahn, nur dass man eben gelaufen ist und sich dort "Geister" versteckt haben, die einen erschreckt haben. Aber das mit dem erschrecken haben wir auch gegenseitig ganz gut hinbekommen ;-). Ansonsten glich das ganze aber eher einer Mischung aus Volksfest und Weihnachtsmarkt, auf jeden Fall sehr touristisch.

Am Abend gings dann in meiner Familie mit dem Kürbisschnitzen weiter. Hab mich natürlich auch an etwas anspruchsvolleres als des üblichen Gesichts gewagt, ich hab mich nachher aus den vielen Vorlagen für einen Kater entschieden. Ist wirklich schön geworden, war sehr stolz auf meinen amerikanischen Pumpkin ;-).

Am eigentlichen Halloween Wochenende wurde ich von anderen AuPairs auf eine Halloween-Party eingeladen. Ich bin dann standartmäßig als Hexe gegangen, auf der Party selber hat man aber vom "german beer girl" (ja, ein sehr beliebtes Outfit ^^), Müllmann bis zu Rotkäppchen alles gesehen. Glich dann für mich eher einer Faschingsparty, aber macht ja nix, wir hatten auf jeden Fall viel Spaß.

Am 31. war dann natürlich "trick and treat" angesagt. Ab ca. 5 ging das ganze Spektakel los. Die Halloween-Dekoration der Häuser hatte mittlerweile den Hochpunkt erreicht (teilweise sogar inclusive Sound) und auch unserem Haus hat man endlich angesehen, dass Halloween ist. Zuerst hab ich mich mit meinen Gasteltern abgewechselt, gefühlte alle 10 Sekunden an die Türe zu sprinten um an die kleinen süßen Kinder Süßigkeiten zu verteilen. Irgendwann konnte ich mirs dann auch nicht mehr verkneifen, sie mit meinem Hexenhut zu erschrecken ;-). Schließlich ist ja Halloween.
Anschließend gings dann mit meinen zwei Mädels auf Tour um möglichst viele Süßigkeiten abzustauben. Aber da es extrem kalt war und vor allem die griechische Göttin, die sich geweigert hat etwas wärmeres anzuziehen, in ihrem Kleid sehr gefroren hat, war unsre Runde leider schnell beendet.
Ich hab mich anschließend dann noch mit ner Freundin getroffen und bin mit ihr durch die Straßen gelaufen. Es ist wirklich erstaunlich, dass jedes Haus einen großen Korb mit Süßigkeiten bereit hält, die auch noch großzügig an 20- und 22-jährige verteilt werden ;-).
Aber wir hatten unseren Spaß und die Süßigkeitenzufuhr für die nächsten Tage/Wochen ist auch gerettet.

Und an alle, die nächstes Jahr in Deutschland auch so eine große Ausbeute machen wollen, versuchts doch mal mit dem amerikanischen Spruch:

Trick or treat,
smell my feet,
give me someting good to eat.
If you don't,
I don't care,
I pull down your underwear!

In diesem Sinne,
HAPPY HALLOWEEN!!!!!!!!!!!

PS: Bilder folgen noch