Freitag, 1. Juli 2011

hoher Besuch ...




Hoher Besuch hat sich angekündigt ... Staatsbesuch ... naja, nicht ganz, aber umso besser: Besuch aus Zumhof!!!!! Mama, Papa und Natalie haben die weite Reise über den Teich gewagt, um zu schauen, was ihr Töchterlein/Schwesterlein da drüben in der Ferne so anstellt. Viel gibt es natürlich zu zeigen, deshalb habe ich ein strammes 12 tägiges Programm für sie aufgestellt:
Tag 1: Anreise am Abend
Tag 2: Belmont, Harvard (mit privater Führung)
Tag 3: Plymoth Plantation, Shoppen in der Outlet Mall (sehr wichtigggggg)
Tag 4: Boston
Tag 5: Fahrt zu den Nigara Fällen, Niagara Fälle bei Nacht
Tag 6: Niagara Fälle (mit nasser Bootsfahrt natürlich), Toronto (nicht so toll)
Tag 7: Montréal (sehr schön, vor allem die Wanderung auf den Mont Royale)
Tag 8: Montreal, Heimfahrt (mit Stop bei der Ice-cream factory einschließlich Friedhof für die alten Eissorten)
Tag 9: Segeln in Rhode Island mit meiner Gastfamilie einschließlich sehr lustigem Lobster (=Hummer)-Dinner, Mansions in Newport
Tag 10: Fahrt nach New York
Tag 11: New York
Tag 12: New York + Rückfahrt
Tag 13: Packen, Supermarkt, Starbucks, *bye bye*
Es hat ihnen sehr gut gefallen bei mir und meiner Gastfamilie, die freundlicherweise die verstärkte deutsche Invasion auch noch in ihrem Haus aufgenommen haben. Sie haben viele amerikanische Sitten mitgemacht(langsames Fahren auf dem highway, überall mit dem Pappbecher rumlaufen, Pancakes zum Frühsück, ein Ranking der verschiedensten Fastfoodketten aufstellen und natürlich nicht zu vergessen die Trinkbrunnen), mal sehen, welche sie mit nach Deutschland genommen haben.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Chicago



Viel Zeit ist schon vergangen seit dem letzten Trip. Aber das Frühlingswetter hier war leider sehr bescheiden und hat nicht viel Lust auf Verreisen gemacht. Dafür hat es eindeutig zu viel geregnet. Deshalb war aber die Vorfreude auf das verlängertes Wochenende in Chicago, zusammen mit Caro, einem AuPair aus Malaysien und einer Amerikanerin, umso größer. Wir hofften auf gutes Wetter, schließlich gilt das Memorial-Day weekend als inoffzieller Start des Sommers. Der Wetterbericht sah gut aus, die Sommersachen wurden eingepackt.
Gestartet haben wir das Wochenende mit einer Nacht in der Wohnung unsere amerikanischen Freundin, nachdem wir sie erst mit deutschem Schnitzel und Kartoffelsalat verwöhnt hatten (sie ist ein riesiger Deutschlandfan und lernt auch Deutsch). Nach ca. 3h Schlaf brachte uns auch schon das Taxi an den Flughafen, unser Flug ging schon früüüüh morgens um halb 7. Leider hat uns der Wetterbericht etwas reingelegt. Anstatt Sommeranfang hatten wir das uns allseits bekannte Regenwetter, teilweise regnete und gewitterte es so stark dass wir uns nicht aus dem Haus getraut haben. So haben wir eben die ersten beiden Tage etwas entspannter angehen lassen und teilweise umdisponiert, waren im Museum, Shoppen auf der Magnificient Mile, beim Navy Pier und im Kino und hatten leckeres chicken stir-fry zum Frühstück bzw. Brunch. Wir hatten übrigens ein super privates, sehr internationales"Hostel". Wir konnten in der Wohnung der Freundin eines AuPairs nächtigen, die auch gleichzeitig noch mehr Besuch hatte. So bestand unsere Gruppe aus 3x Malaysien, 1x Venezuela, 2x Deutschland, 2x Amerika und gelegentlich wurden wir noch von Chinesen unterstützt. Wir hatten richtig viel Spaß zusammen und gleichzeitig tolles Städteguides.
Montags konnten wir dann endlich auch unsere Sommersachen auspacken, nachdem unsere Turnschuhe eh schon total durchnässt waren. So konnten wir tolle Bilder im Millenium Park machen (besonders an der "bean"), sind am Fluss entlangspaziert und haben natürlich "deep dish pizza" gegessen. Zum Abschluss des super tollen Wochenendes gings noch auf den Hancock-Tower, um noch einmal Chicago von oben zu erleben, bevor es dann abends auch schon wieder zurück nach Boston ging.
Chicago war allemal die Reise wert, wir waren eine super Truppe und hatten supernette Gastgeber.
It was just amazing!!!!!!! <3

Montag, 28. Februar 2011

Skiiifoarn




Letzten Sonntagabend startete ich mit meiner Familie in den Skiurlaub zum Mount Snow in Vermont. Aufgeteilt in 2 Autos, schließlich müssen auch die unmengen an Verpflegung inclusive das größtenteils von mir vorgekochte Essen transportiert werden, ging es kurzfristig einen Abend früher los wegen erwartetem Schneefall. Unser Appartement war total schön und riesig, mit Kamin, man konnte direkt mit den Skiern hinfahren und man konnte ein Schwimmbad mit 2 Whirlpools und ner kleinen Sauna mitbenutzen, was wir auch jeden Tag genutzt haben um uns vom anstrengenden Skifahren zu erhohlen.
Da jedoch die Mädels längst nicht so motiviert waren zum Skifahren bzw Snowboarden als der Rest der Gruppe, sind Jeff, Anita und ich nach dem 2. Tag dazu umgestiegen, morgens pünktlich um 8 (ja, so früh machen die dort schon auf) auf der Piste zu stehen, bis 10 zu fahren, anschließend ein 2. Frühstück bzw Brunch einnehmen mit den Kids und dann vollends den restlichen Tag zu fahren (der individuell je nach Motivation, Müdigkeit beendet wurde).
Wir hatten echt Glück mit dem Wetter, es hat die ganzen 4 Tage die Sonne gescheint, es war jedoch ziemlich kalt, was in optimalen Pistenbedingungen resultierte =).

Was mir aufgefallen ist, dass die Skigebiete hier in Amerika (zumindest die die ich bisher gesehen hab) technisch den in Österreich noch ein wenig hinterher sind. So haben die Sessellifte z.B. keine Hauben und meine Gasteltern haben sowas auch noch nie gesehen (das hätten wir aber echt gebrauchen können), der einzige Einstieg mit Förderband und sich automatisch öffnenden Schranken war voll die Sensation, bei manchen Liften baumelten die Ski in der Luft und ein Automat wo man sein Ticket reinsteckt oder gar KeyCards gibts auch nicht, stattdessen gibts extra Personal die mit einem kleinen Handscanngerät die Tickets abscannen. Schließlich müssen ja Arbeitsplätze geschaffen werden ;-)
Sehr beeindruckt war ich jedoch von ihrem Anstehsystem, das sehr geordnet und fair ist, aber schließlich auch von ca. 2 Leuten koordiniert wird.

Am Donnerstagnachmittag gings dann wieder zurück, mir hatten die 4 Skitage echt gut gefallen und ich bin auch viel gefahren.

PS: blaue Pisten sind hier mittelschwer, grüne sind leicht

Freitag, 18. Februar 2011

Winter


Der Winter ist jetzt zwar schon fast vorbei (zumindest hats momentan eindeutig Frühlingstemperaturen) dennoch ist es wert ein paar Zeilen darüber zu schreiben.
Wir hatten hier richtig viel Schnee, im Januar gabs mindestens einmal die Wochen so starken Schneefall, dass die Schulen geschlossen blieben und teilweise auch niemand zur Arbeit ging und somit auch die meisten Läden zu waren.
Aber was gibt es schöneres als wenn einem morgens um 6 jemand durch die Zimmertüre mitteilt: "Lena, it's a snowday, you can sleep in". Noch besser ist es natürlich, wenn man abends schon erfährt dass der nächste Tag ein Schneetag sein wird und dadurch die ganze Familie einen spontanen Urlaubstag bekommt =), doch leider ist man dann an solchen Tagen ans Haus gebunden, das Auto lässt man lieber in der Garage stehen. Doch dann werden eben mal wieder die Langlaufski rausgeholt, man fährt im Garten Schlitten oder baut eben ein Iglu...wenn man denn die Kinder aus dem Haus bekommt. Aber Schneeschippen oder mit dem Snowblower den Hof freimachen ist auch ganz nett und dazu ein gutes Workout ^^. Die Snowblower hat hier fast jeder, aber die Einfahrten und die Massen von Schnee die hier auf einmal runterkommen machen es auch fast unmöglich, alles von Hand zu schippen.
A propos Langlaufen, das hab ich hier in den letzten Tagen öfters gemacht. Glücklicherweise passt mir die Ausrüstung meiner Gastmutter einigermaßen, somit kann ich im benachbarten Waldstück meine kleine Runde drehen. Loipen gibts natürlich nicht, aber wenn man Glück hat waren vor einem schon Langläufer unterwegs (z.B. meine Gasteltern ^^) und die Fußgänger haben die Spur noch nicht zerstört. Das war dann echt ein reines Winterparadies, die Bäume hingen voll mit Schnee, zu Hochzeiten reichte mir der Schnee bis zu den Oberschenkeln, was das Aufstehen natürlich nicht einfacher machte ;-)
Dafür war (und ist, ich hoffe das ändert sich bald) das Autofahren teilweise eine Herausforderung auf Straßen, die den Namen Straße eigentlich nicht mehr verdient haben da es nur noch wimmelt von Schlaglöchern, bei denen man bedenken hat dass man wieder rauskommt oder dass die Reifen nicht platzen. "Acker" wäre manchmal wohl der bessere Ausdruck.

Im Januar gings auch einmal mit Freunden zum Skifahren nach New HampshireDas war auch mal wieder sehr schön. Was aufgefallen ist, dass die Amerikaner ein wenig anders eingestellt gegenüber Nachtskifahren sind als ich es gewohnt bin. Unser Ticket war von 15 - 21 Uhr gültig, danach gibts dann aber auch noch "midnight madness", das bedeutet Skifahren bis 3 Uhr morgens. Und da ist dann nicht nur eine Abfahrt beleuchtet, sondern natürlich das ganze Skigebiet (ok, war jetzt nicht soo groß, hatte 3 Lifte, aber trotzdem). Verrückt, nicht?!?!

Dieser schneereiche Winter, indem es laut meiner Gastfamilie ungewöhnlich viel Schnee hatte, ist es jetzt aber leider erst mal vorbei. Vorerst ists aus mit schönen Winterspaziergängen. Diese Woche hatten wir schon frühlingshafte Temperaturen und es taute ordentlich. Bis die monströsen Schneeberge aber weg sind, wird es noch ein wenig dauern, immerhin sehe ich jetzt wieder was wenn ich aus der Ausfahrt rausfahre, ist auch nicht unvorteilhaft ;-).
Doch nächste Woche gehts noch mal weiter mit Winter, denn dann gehe ich 4 Tage mit meiner Familie in Skiurlaub nach Vermont :-).

Mittwoch, 26. Januar 2011

Montréal ... Sonne, Schnee und SEHR kalt





Nach mehr als einem halben Jahr hab ich mal wieder die USA verlassen. Letztes Wochenende gings mit Caro und einem Freund nach Kanada, genauer gesagt nach Montréal ins Québec. Nach ca. 5h Autofahrt hieß es dann "Bienvenue à Montréal, let's parler franglais". Amtssprache ist hier fanzösisch, englisch kann aber auch jeder, somit haben wir uns den Einheimischen angeschlossen und haben einfach einen Mix aus englisch und französisch geredet. Ist aber schon erschütternd, wie schnell man sein gutes Schulfranzösisch verlernt, wenn man es ein halbes Jahr nicht braucht.
Eingepackt als würde man zum Skifahren gehen (oder noch schlimmer), immerhin muss man ca. -20°C aushalten, die sich noch viel kälter anfühlten, starteten wir dann am nächsten Morgen unsere Erkundungstour, die mit einem Besteigen des "Mont Royale" begann. Von oben hatten wir eine tolle Aussicht auf die Stadt, zugleich war es auch ein reines Winterparadies. Langläufer, Schlittenfahrer, Schlittschuhläufer, Wanderer, alles war unterwegs. Da haben wir uns schon ein wenig geärgert, dass wir unsere Schlittschuhe nicht mitgenommen haben ;-) Doch auch beim Herumspazieren konnten wir das tolle Winterwetter genießen. Das war Kanada wie man es sich vorstellt.
Klar wurde uns dann aber auch, warum Montréal so ein riesen unterirdisches Einkaufszentrum hat...in Wirklichkeit ist es die größte zusammenhängende Untergrundstadt der Welt: es ist im Winter einfach zu kalt, um sich längers draußen aufzuhalten. So haben wir dort ein wenig Zeit verbracht, bevor wir den Abend in unserem Hotel und einer Bar ausklingen ließen.
Am Sonntag gings dann nach einem sehr leckeren, reichhaltigen Frühstück ins "Vieux (alte) Montréal", das eine sehr schöne Hafenpromenade hat. Da es aber draußen VIEL zu kalt war haben wir uns mittags im Restaurant aufgewärmt und haben die berühmte Basilika Notre-Dame besichtigt, bevor es dann gegen 17 Uhr wieder zurück nach Boston ging.
Oui, c'est ca, notre excursion à Montréal =)

Donnerstag, 13. Januar 2011

Sommer, Sonne, Sonnenschein





8 Tage Pause von dem kalten Bostoner Winter haben eine Freundin und ich uns gegönnt...auf gings in die Sonne Floridas.
Unser erstes Ziel unserer Reise war Miami, wo wir 4 Tage lang in einem super Hostel fast direkt am Meer und Ocean Drive verbracht haben.
So haben wir am ersten Tag/Nacht gleich mal den Silvester Trubel am Ocean-Drive miterlebt und natürlich das Feuerwerk vom Strand aus genossen.
Die restlichen Tage haben wir am Strand verbracht (Baden durfte natürlich nicht fehlen), haben mit dem Fahhrad Miami Downtown und Little Havana erkundet (und dabei festgestellt dass kubanisches Essen sehr lecker ist, aber an sich kulturell Miami nicht wirklich was zu bieten hat) und einen Ausflug in die Everglades gemacht. Dort haben wir bei einer Airboattour durch die Kanäle/Sümpfe einige Alligatoren und auch paar Vögel gesichtet, anschließend war noch eine ganz nette Tiershow mit Alligatoren, Stinktieren, Kröten etc.
Wir hatten eine super Zeit in Miami, viele nette Leute kennengelernt und gutes (Bade)Wetter. Wenn das neue Jahr so anfängt, kann es ja nur gut werden =).

Anschließend ging unsre Reise mit dem guten alten Greyhoundbus (^^) weiter nach Key West, die letzte Insel der Florida Keys und damit "southernmost point of continental USA, just 90 miles to Cuba". Alleine die Fahrt mit dem Bus hat sich schon gelohnt über die vielen Inseln und Brücken, auf der einen Seite Atlantik und auf der anderen Seite der Golf von Mexiko.
Key West ist einfach nur ein Traum, eine recht überschaubare Stadt, tolle Strände, "the famous sunset" --> paradise!
Was noch zu den super Tagen beigetragen hat war unser erstes Couchsurfing Erlebnis. Unsre beiden Gastgeber waren super nett, wir bekamen sogar eines ihrer Zimmer, sie haben uns ein wenig das Nachtleben Key Wests gezeigt oder wir sind einfach fast die ganze Nacht zusammen auf ihrer Terrasse gesessen, durch ihre Connections haben wir viel Geld gespart und und und. Als Dank für die riesen Gastfreundschaft haben wir leckeres Schnitzel mit Bratkartoffeln für sie gemacht und sind mit ihrem mega süßen Hund Spazierengegangen. Und siehe, wir wurden schon wieder eingeladen =)
Die letzte Nacht haben wir dann noch in Fort Lauderdale verbracht, dem "Venedig Amerikas". Dort erwartete uns anstatt eines 8-Bettzimmers mit Stockbetten und pancake-Frühstück was wir von früheren Hostels gewohnt waren ein komfortables Dreibettzimmer mit Fernseher, Pool und Whirlpool auf der Hotel/Hostel-Anlage, super Frühstück und ein Shuttle-Service zum Flughafen. Na wenn das mal nicht ein super Abschluss ist =)
Fort Lauderdale hatte auch nochmal seinen Reiz. Die vielen Kanäle mit den tollsten Yachten, ein toller Strand und noch tolles Badewetter. So konnten wir am Tag unseres Rückflugs nochmal richtig viel Sonne tanken, damit wir den Winter von Boston vollends überleben.
Nachmittags noch einen Sonnenbrand bekommen, abends musste man dann schon wieder seinen Koffer durch den Schnee ziehen ;-)
Unsre Woche in Florida war absolut genial, nur weiterzuempfehlen =)!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Merry Christmas ...

Mein amerikanisches Weihnachtsfest war super, dennoch hat der 24. für Audrey traurig angefangen: das letzte Mal das Päckchen des von mir gebastelten Adventskalender aufmachen. Das wars dann wohl mit der kleinen Überraschung jeden Morgen. Und auch das mit den Geschenken dauert ja noch so lange, schließlich kommt Santa Claus ja erst in der Nacht zum Christmas Day durch den Kamin und legt die Geschenke in die Socken (die da natürlich NIE alle reinpassen, selbst der Platz unterm Weihnachtsbaum ist zu klein dafür ^^).
A propos Socken, auch ich bekam einen eigenen "stocking" mit meinem Namen eingestickt und einer Schlittschuhläuferin drauf. Da hab ich mich wirklich sehr darüber gefreut, als eines Nachmittags kurz vor Weihnachten Audrey freudestrahlend die Socke aus dem Paket gepackt hat und mir gezeigt hat. Hätte eigentlich eine Überraschung geben sollen wie ich abends dann mitbekommen hab ;-)
An Heiligabend selber gings erst in die Kirche und anschließend saßen wir noch ein wenig am offenen Kamin zusammen und aßen Baguette mit Lachs, Käse und meine selbstgemachten Gutsle =)
Am nächsten Morgen durften dann endlich die vielen vielen Geschenke ausgepackt werden.Santa war sehr großzügig mit allen, selbst mit mir. Aus meinem "stocking" kamen dann viele Süßigkeiten raus, ein neuer Geldbeutel und noch etwas Kleinzeug. Außerdem bekam ich noch eine edle Kette, einen Harvard-Pulli, Duschzeug, noch mehr Duschzeug, Socken, Nagelfeile und Pinzette, Notizbuch, Duschhandtuch und eine Kerze.
Um 12 kamen wir dann auch endlich mal zum Frühstücken...das sagt ja alles über die Masse an Geschenken die es gab, wenn wir uns gegen 9 im Wohnzimmer versammelt haben, natürlich alle noch im Schlafanzug =).
Abends gabs dann ein leckeres Christmas-Dinner, zu dem sogar Caro und ihre Eltern aus Deutschland eingeladen wurden. Vor dem Essen mussten erst noch die "Christmas-Crackers" geöffnet werden, die Witze vorgelesen werden und natürlich musste jeder zum Essen seine Krone aufsetzen. War wirklich eine riesen Gaudi, es wurde aber immer wieder betont, dass dies eine britische Tradition sei ;-)
So wirklich weiße Weihnachten hatten wir jedoch nicht, nur so 1-2 cm vielleicht. Doch dafür ist im Moment ein Schneesturm am Toben, ich bin gespannt, wie weiß es morgen früh ist =).

Freitag, 3. Dezember 2010

New York ...





Thanksgiving sei Dank, dass letzten Freitag schul- und arbeitsfrei war und wir deshalb mal wieder ein langes Wochenende zum Verreisen hatten.
Dieses Mal gings früh morgens mit dem Bus nach New York wo wir dann bis Sonntag abend Sightseeing und ein wenig Shopping betrieben haben. So waren wir auf dem Empire State Building (sogar ohne Anzustehen =)), sind an der Statue of Liberty vorbeigefahren, Brooklyn Bridge, Ice-skaten im Central Park, Rockefeller Center, Time Square und gaaaannz wichtig, bei Charmin (bekannt aus der Klopapierwerbung mit dem tanzenden Bär ^^), wo es sehr luxuriöse Toiletten mit großer Auswahl an Klopapier gab und drumherum ne mords Party war mit Fotos auf dem Klothron, tanzen mit Charmin etc...sehr lustig =)
Highlight war aber dennoch unser Musicalbesuch "The Lion King" direkt am Times Square, wo wir, spontan wie wir sind, 5h vorher auf der Straße unsre Tickets gekauft haben ;-). Aber die Investition hat sich gelohnt, es war einfach soo genial mit den Kostümen, der Musik und dann auch noch original Broadway.
Es war zwar ein kaltes und windiges Wochenende (vor allem auf der Fähre haben von dem Wind die Augen so getränt, dass wir die Freiheitsstatue kaum gesehen haben ^^ ), doch dafür haben wir New York in der Vorweihnachtszeit erlebt mit viel (meist) schöner Weihnachtsdekoration.

Donnerstag, 25. November 2010

American culture part 2: Thanksgiving

Essen, essen und nochmal essen...
Die Vorbereitungen für Amerikas größtes und wichtigstes Familienfest (sogar wichtiger als Weihnachten), das immer am letzten Donnerstag im November stattfindet, begannen bei uns am Mittwoch, Dienstag sind schon die Großeltern angereist. Heute morgen fand dann die Fortsetzung des Kochmarathons statt, und ja, die amerikanischen Öfen müssen so groß sein, wie sollen denn sonst ein Turkey und diverse Pies auf einmal reinpassen??? ;-)
Alle, die gerade eine Kochpause hatten, haben sich morgens eine große Thanksgiving Parade aus New York im Fernsehen angeschaut, anschließen war Football an der Reihe.
Um 12 begann dann das Festessen mit einer Butternut Squash Suppe (Art Kürbissuppe) mit Brötchen, 2 Stunden später war dann auch endlich der Turkey fertig, der gemeinsam mit Cranberry Sauce, sweet mashed potatoes, normalem Kartoffelbrei, Bohnen und Gravy aufgetischt wurde.
Zum Nachtisch stand anschließend sehr leckerer Chocolate Pie, Apple Pie und Pumpkin Pie zur Auswahl.
Ja, und jetzt komm ich gerade von dem längst überfälligen Verdauungsspaziergang zurück ;-)
Happy Thanksgiving, die nächste Woche werde ich mir wohl wieder viele Turkey-Rezepte raussuchen müssen, damit der Riesenvogel irgendwie weg kommt.

Montag, 22. November 2010

American culture part 1: football





Football ist natürlich DER Sport in Amerika, das muss man auf jeden Fall mal miterlebt haben wenn man schon hier ist.
So haben am Samstag ne Freundin und ich das Spiel der Unis Harvard vs. Yale angeschaut, das wichtigste und spannendste Spiel der ganzen Saison da die beiden größten Rivalen aufeinandertreffen. Aber ich fang mal von vorne an.
Das ganze Spektakel ging schon am Donnerstag mit einer Stimmungs warm-up Party im Harvard Yard los, wo die Cheerleader und die Band schon einen kleinen Auftritt hatten und auch das Football-Team vorbeischaute und anschließend noch eine Band für die richtige Atmosphäre gesorgt hat. Währenddessen hab ich mich natürlich kräftig am Büffett bedient (heiße Schokolade, heißer Apfelpunsch, Donuts, Lasagne, Fischsuppe *mmhhh*) um der Kälte zu wiederstehen, war natürlich alles umsonst (ist vielleicht deshalb Harvard so teuer? ;-) )
Anfangs wusste ich gar nicht was das soll da ich nur durch Zufall nach meinem Kurs auf das ganze gestoßen bin aber eine nette Studentin hat mich dann aufgeklärt.
Leider ist das Spiel aber so beliebt, dass schon alle Karten ausverkauft waren. Aber auf dem Weg zum Stadion konnten wir dann glücklicherweise doch noch 2 Tickets erstehen und somit gings dann auf zu unserem ersten Footballspiel. Da wir aber nicht geplant haben dass wir noch reinkommen waren wir auch nicht darauf vorbereitet, d.h. wir hatten beide keinen Schimmer über Football, keine Decken gegen die Novemberkälte und auch kein Sitzkissen. Aber nette Sitznachbarn erklären einem gerne die Regeln und das Stadionmagazin funktioniert auch bestens als Sitzunterlage, somit stand dem Spiel nichts mehr im Wege.
Ca. 2 1/2 Stunden lang (mit Unterbrechungen, reine Spielzeit ist 1h) haben die Spieler dann um den Ball gekämpft, die Stimmung wurde immer wieder durch die Cheerleader und die Band angeheizt und es hat sich gelohnt, Harvard hat nachher 28:21 gewonnen. =) So wurde nachher noch auf dem Feld mit den Spielern gefeiert und das eine oder andere Foto geschossen ;-)




Halloween ist jetzt zwar schon lang vorbei, aber endlich hab ich die Bilder bekommen. Den Kürbis in der Mitte hab ich gemacht, toll, nicht? ;-)
Und weils so schön war bekommt ihr noch ein Bild vom tollen Herbst in New England =)

Dienstag, 2. November 2010

HALLOWEEN

wird hier in Amerika natürlich ganz groß gefeiert. Viele Häuser sind schon seit Anfang Oktober "geistermäßig" dekoriert mit Skelett vor der Tür, kunstvoll geschnitzten Kürbisgeistern (nicht nur mit 08/15 Gesicht wie bei uns ;-) ), Grabsteinen, Spinnennetzen, Fähnchen, blinkenden Augen usw. In den Geschäften ist sogar schon mindestens seit September Halloween.

Für mich persönlich ging Halloween eine Woche vor dem großen Tag mit einem AuPair-Meeting in Salem, "the witch city" los. In der Stadt dreht sich ALLES um Halloween. Sie preist sogar damit, dass nirgends Halloween besser gefeiert wird als dort. Nunja, darüber lässt sich vielleicht streiten ^^. Die "hounted houses" waren auf jeden Fall ganz lustig, war so ähnlich wie Geisterbahn, nur dass man eben gelaufen ist und sich dort "Geister" versteckt haben, die einen erschreckt haben. Aber das mit dem erschrecken haben wir auch gegenseitig ganz gut hinbekommen ;-). Ansonsten glich das ganze aber eher einer Mischung aus Volksfest und Weihnachtsmarkt, auf jeden Fall sehr touristisch.

Am Abend gings dann in meiner Familie mit dem Kürbisschnitzen weiter. Hab mich natürlich auch an etwas anspruchsvolleres als des üblichen Gesichts gewagt, ich hab mich nachher aus den vielen Vorlagen für einen Kater entschieden. Ist wirklich schön geworden, war sehr stolz auf meinen amerikanischen Pumpkin ;-).

Am eigentlichen Halloween Wochenende wurde ich von anderen AuPairs auf eine Halloween-Party eingeladen. Ich bin dann standartmäßig als Hexe gegangen, auf der Party selber hat man aber vom "german beer girl" (ja, ein sehr beliebtes Outfit ^^), Müllmann bis zu Rotkäppchen alles gesehen. Glich dann für mich eher einer Faschingsparty, aber macht ja nix, wir hatten auf jeden Fall viel Spaß.

Am 31. war dann natürlich "trick and treat" angesagt. Ab ca. 5 ging das ganze Spektakel los. Die Halloween-Dekoration der Häuser hatte mittlerweile den Hochpunkt erreicht (teilweise sogar inclusive Sound) und auch unserem Haus hat man endlich angesehen, dass Halloween ist. Zuerst hab ich mich mit meinen Gasteltern abgewechselt, gefühlte alle 10 Sekunden an die Türe zu sprinten um an die kleinen süßen Kinder Süßigkeiten zu verteilen. Irgendwann konnte ich mirs dann auch nicht mehr verkneifen, sie mit meinem Hexenhut zu erschrecken ;-). Schließlich ist ja Halloween.
Anschließend gings dann mit meinen zwei Mädels auf Tour um möglichst viele Süßigkeiten abzustauben. Aber da es extrem kalt war und vor allem die griechische Göttin, die sich geweigert hat etwas wärmeres anzuziehen, in ihrem Kleid sehr gefroren hat, war unsre Runde leider schnell beendet.
Ich hab mich anschließend dann noch mit ner Freundin getroffen und bin mit ihr durch die Straßen gelaufen. Es ist wirklich erstaunlich, dass jedes Haus einen großen Korb mit Süßigkeiten bereit hält, die auch noch großzügig an 20- und 22-jährige verteilt werden ;-).
Aber wir hatten unseren Spaß und die Süßigkeitenzufuhr für die nächsten Tage/Wochen ist auch gerettet.

Und an alle, die nächstes Jahr in Deutschland auch so eine große Ausbeute machen wollen, versuchts doch mal mit dem amerikanischen Spruch:

Trick or treat,
smell my feet,
give me someting good to eat.
If you don't,
I don't care,
I pull down your underwear!

In diesem Sinne,
HAPPY HALLOWEEN!!!!!!!!!!!

PS: Bilder folgen noch

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Alltag

Derletzt hab ich festgestellt, dass ich bisher eigentlich nur über meine Freizeitaktivitäten berichtet hab. Da es in meinem Leben hier aber auch ein bisschen Arbeit gibt, will ich mal über meinen Alltag erzählen. Wird langsam auch Zeit, schließlich bin ich jetzt schon 1/4 Jahr hier (wie die Zeit vergeht ;-).
Um 6 Uhr reißt mich mein böser Handywecker aus dem Tiefschlaf. Um halb 7 wird dann mein Mädel geweckt (kann dann aber immer noch ein bisschen Dauern bis sie endlich aufsteht ^^), Frühstück machen geht ganz einfach, Müsli in die Schüssel, Milch drüber und fertig. Ich mach den Mädels dann noch ihr Vesper für die Schule und um hoffentlich 7.45 kann ich die jüngere dann in die Schule fahren (die ältere fährt mit einer Freundin).
Ja, und dann bin ich Herr bzw. Frau im Haus bis ca. halb drei, wenn die kleine von der Schule kommt. Das heißt ich hab viel Zeit, mich im Internet auf dem neusten zu halten, skypen, lesen, mich auf meinen Kurs vorzubereiten, mir Gitarre spielen beizubringen (davon gibts hier im Haus mehr als genug) backen, joggen oder mich mit anderen AuPairs zu treffen, wenn diese mal Zeit haben (die meisten habens leider nicht so schön wie ich was Freizeit anbelangt ;-). Und schließlich wollen ja auch noch Trips und Urlaube geplant werden =). Aber ein paar kleine Aufgaben habe ich auch noch zu erledigen: Wäsche waschen, saugen und Familieneinkäufe erledigen (meine Lieblingsaufgabe...macht Spaß, nicht mit der eigenen Kreditkarte unterwegs zu sein ;-).
Wenn Audrey von der Schule kommt, gibts ein kleinen Snack, wir spielen ein wenig mit den Katzen und dann ist auch schon Hausaufgabenzeit. Anschließend fahr ich sie zu ihren Sportaktivitäten und wenn wir mal Zeit haben (was leider viel zu selten vorkommt) spielen wir "german classroom" oder irgendwas anderes.
Für das family dinner bin dann meistens ich zuständig. Entweder es wurde vorher ausgemacht, was gekocht wurde, ich bekomm per Mail ein Rezept zugeschickt oder ich koch einfach das worauf ich Lust hab was dann meistens auf irgendein leckeres deutsches Gericht hinausläuft (wie Schnitzel, (Käs-) Spätzle, Fleischküchle), die aber hier allseits auf große Begeisterung stoßen =)
Wir essen dann noch gemeinsam und dann hab ich auch schon wieder frei. Abends bin ich eigentlich immer unterwegs: beim Schwimmen, Volleyballspielen, bei meinen Kursen (mein Harvard Kurs und dann geh ich noch zu "Science in the News", das ist von Harvard Studenten, die jedes Mal über ein anderes aktuelles naturwissenschaftliches Thema berichten wie z.B. Impfungen, Genpflanzen, Laser. Das ist immer sehr interessant, das Gute daran ist auch, dass diese Vorlesungen umsonst sind und es gibt immer leckere Snacks, die aber leider immer schon so gut wie weg sind bis wir kommen =(. )
Und dann gibts ja immer noch die Alternative, den Abend bei Starbucks zu verbringen ;-).

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Washington D.C.





Letztes Wochenende hab ich auch endlich mal meine erste größere Reise unternommen.
Da am Montag hier Feiertag war und Caro und ich beide nicht arbeiten mussten, haben wir das verlängerte Wochenende genutzt und sind nach Washington gefahren. Wir haben uns auch ganz schnell für das langsame, dafür aber sehr günstige (für 80$ hin und zurück kann man echt nicht meckern) Transportmittel Bus entschieden. So gings am Freitagabend um 10 in Boston mit dem Greyhoundbus los, im "idyllischen" New Yorker Busterminal hatten wir dann 1,5h Stunden Aufenthalt bevor es dann mit dem nächsten Bus nochmal ca.5 h nach Washington ging, wo wir morgens um dreiviertelneun dann auch ankamen. Die Busfahrt war eigentlich gar nicht so schlimm wie erwartet, die 10 Stunden gingen relativ schnell vorbei da wir auch ein bisschen schlafen konnten, dennoch bevorzuge ich immer noch den Komfort deutscher Reisebusse ;-).
Washington selber hat mir total gut gefallen. Wir hatten super Wetter und konnten somit die Stadt in vollen Zügen genießen. Selbst der wenige Schlaf konnte uns nicht davon abhalten, die "Must-Sees" der Sehenswürdigkeiten abzuklappern. So waren wir im Capitol und der Library of Congress (größte Bibliothek der Welt), durch die wir jeweils eine kleine Tour mitgemacht haben, Supreme Court, Weißes Haus, Lincoln, Jefferson und Washington Memorial, Air-& Space-Museum, Natural History und American History Museum. Das tolle an Washington ist, dass man in der Stadt selber eigentlich so gut wie kein Geld mehr ausgeben muss, da alle Museen und die anderen Sehenswürdigkeiten umsonst sind und alle Attraktionen um einen riesen Park ("Mall") angeordnet sind. Dennoch sind wir vieeeeel gelaufen und haben dementsprechend bestens in unsrem Hostel geschlafen. DAs Hostel war total ok, wir haben viele Leute aus der ganzen Welt getroffen und in der 2. Nacht hatten wir unser 6-Bettzimmer sogar für uns alleine =).
Und am Montag ging es dann wieder mittags um halb 12 müde aber glücklich 10 Stunden zurück nach Boston =)
Schön wars!

Montag, 4. Oktober 2010

America's history




das ist wohl eine recht passende Überschrift, um das letzte Wochenende zu beschreiben.
Da ich mich hier ja in Neuengland befinde,also in der Gegend, die als erstes von den Engländern besiedelt wurde, gibt es auch für amerikanische Verhältnisse entsprechend viel Geschichte zu entdecken.
Los gings am Samstag mit einer Radtour auf dem "battle road trail" (~ Kriegspfad) zwischen Concord und Lexington (für alle, die mal googeln wollen ^^) Auf dieser Strecke fanden 1775 die ersten Kämpfe des Unabhängigkeitskrieg zwischen den Engländern und Kolonisten statt. Entlang des Weges waren viele Tafeln, die über diesen Tag informieren und auf teils noch vorhandene Gebäude hinweisen. Gegen Ende fanden es wir es dann aber weniger spannend, hinter welchem Stein sich wer versteckt hat und wo jetzt dieser Brite genau erschossen wurde ;-). Landschaftlich war die Strecke aber total schön, durch Wälder, Wiesen und Felder.
Das Glück war sogar auf unserer Seite und die Commuter Rail (entspricht so unseren Regionalzügen) ersparte uns eine mühsame Rückfahrt bei Nacht.
Im Zug wurde einem mal wieder bewusst, dass Amerika nicht immer so fortschrittlich ist wie es tut. Da zahlt man doch noch tatsächlich seine Fahrkarte beim Schaffner und der klippst einem dann den Fahrschein ;-)
Am Sonntag machten wir dann einen Sprung zurück ins 17. Jahrhundert. Caro und ich planten einen Ausflug nach Plymouth, wo die Pilgrims 1620 mit ihrer Mayflower in der "Neuen Welt" gelandet sind. Dem Vertrauen meiner Gasteltern in meine Fahrkünste sei Dank, dass ich das Auto nehmen durfte. Hierbei haben wir mal wieder gelernt, dass man Navis nicht blind vertrauen darf, befanden wir uns doch plötzlich mitten in Boston anstatt auf dem Highway wie ich mir das in Google maps noch so schön angeschaut hab ;-) So haben wir eben wieder zur guten alten Landkarte gegriffen und siehe, wir sind in Plymouth angekommen =)
Dort war unser erstes Ziel die Plymoth Plantation, ein Art Freiluftmuseum, wo ein Indianerdorf und ein Dorf der Pilgrims aus dem Jahre 1627 nachgebaut wurde. Das interessante ist, dass diese Dörfer "bewohnt" sind, also mit Rollenspielern besetzt, die so tun, als leben und arbeiten sie wirklich zu dieser Zeit und auch aus dieser Sichtweise die Fragen beantworten. (Das Indianerdorf war sogar mit wirklichen "native americans" besetzt.)
Anschließend sind wir dann ein bisschen am Strand entlang spaziert - da kam echtes Nordseefeeling auf: sehr kalt, sehr windig aber sehr schön =)
Unsere letzte Station war dann die Mayflower 2, ein rekonstruiertes Schiff der wirklichen Mayflower, mit der 102 Pilgrims über den Atlantik gesegelt sind. Auch dort waren wieder viele Insassen, die man zu "ihrer" Überfahrt und "ihrem" Leben befragen konnte.
Ja, das war unser "Bildungswochenende" ^^, Geschichte kann auch um einiges interessanter sein als man es von der Schule gewohnt ist.

Montag, 27. September 2010

Nach einem wirklich tollen Sommer kehrt nun auch hier so langsam der Herbst ein. Die ersten Anzeichen des von allen angepriesenen Indian Summer sind da, die Tage werden kürzer und nachts kann es teilweise schon recht kühl werden.
Deshalb haben wir am Samstag nochmal einen herrlichen Spätsommertag genutzt und sind nach Boston an Strand gefahren, wo wir uns erst von unserer langen Kochnacht (Schnitzel mit Bratkartoffeln und Apfelkuchen *seeeehr lecker*) ein wenig erholt haben und deshalb einen kleinen Mittagschlaf in der Sonne gemacht haben.
Es war sogar so warm, dass wir uns im Meer abkühlen wollten: wir waren gerade so bis zum Bauchnabel drin, als wir von zwei netten Menschen darauf hingewiesen wurden, dass sich ein kleiner Hai im Wasser befindet. Da haben wir sie natürlich erst mal dumm angeguckt, was soll hier ein Hai mitten in ner Bucht von Boston. Aber tatsächlich haben wir eine kleine Flosse aus dem Wasser schauen sehen. Da war das Baden natürlich erst mal vorbei und der ganze Strand hat nur noch den "shark" verfolgt, wie er am Strand entlang geschwommen ist.
Nachdem wir ihn aber eine Weile nicht mehr gesehen hatten und sich auch andere Strandbesucher ins Wasser trauten, sind auch wir mit dem Hai schwimmen gegangen (mit Delfinen schwimmen ist ja viel zu langweilig ;-). Tatsächlich haben wir ihn nachher nochmal gesehen.
Das war wahrscheinlich das letztes Stranderlebnis für dieses Jahr, von nun an müssen wir uns wohl mit herbstlicheren Temperaturen einstellen.

Samstag, 25. September 2010

Urlaubsplanungen =)

Seit gestern bzw. heute nacht steht fest: Sylvester wird in Florida verbracht.
Der Flug ist gebucht, am 31. Dezember gehts mit Caro für ne Woche ab nach Fort Lauderdale.
Unsere Grobplanung unseres Trips umfasst Miami, Florida Keys, Everglades ... die Details müssen noch geklärt werden. Weitere Abende im Starbucks stehen also noch an, ausgerüstet mit Laptop und Reiseführer. Aber das Starbucks-Personal steht einem auch noch gerne zur Seite und versorgt einen mit Insider-Tipps ;-)

Freitag, 17. September 2010

Hiking, hiking, hiking ...



Wieder mal hat mich meine Gastfamilie auf einen Trip mitgenommen...dieses Mal gings mit meinem Gastvater und dem jüngeren Mädel zum Wandern in die White Mountains, ein Gebirgszug in New Hampshire, gute 2 Stunden Autofahrt von uns entfernt.
Bestens ausgerüstet mit Wanderstiefel, Wanderstock, leckeren Sandwichs (von mir zubereitet ^^), deutschen Gummibärchen und Ritter Sport (gibts sogar auch hier zum kaufen), gings dann um 9 Uhr am Parkplatz los, der sogar eine eigene Autobahnausfahrt hat und dementsprechend gut bevölkert war.
So gings dann erst mal 3h lang stramm bergauf, durch den Wald, durch Bäche und über rutschige Steine (nicht immer so vorteilhaft).
Oben auf dem Gipfel angekommen erwartete uns nicht nur eine tolle Aussicht auf die vollkommen mit Wald bedeckten Berge, sondern auch eine rießige amerikanische Flagge und viele Leute.
Ich dachte ok, anstatt eines Gipfelkreuzes wird hier eben die Flagge gehisst, schließlich bin ich hier ja in Amerika, aber nachher hab ich dann mitbekommen, dass die als Gedenken an den 11. September für diesen Tag auf den Berg geschleppt wurden.
Unser Weg führte dann über 2 weitere Gipfel mit noch größeren Flaggen und noch mehr Leuten. Es kam nicht selten vor, dass man in einer Karawane von ca. 20 Leuten den Pfad entlanggestiefelt ist ;-)
Während beim Aufstieg der Vater vorausgerannt ist und Audrey und ich kaum mehr hinterher kamen, hatten beim Abstieg der Vater und ich so unsere Schwierigkeiten, ihr zu folgen.
So war ich dann nicht unglücklich darüber, als wir endlich wieder den Parkplatz erreichten. Schließlich waren wir dann ganze 9h unterwegs, ohne aber mega große Pausen zu machen. Den Wandermarathon haben Jeff und ich nachher beide in unseren Beinen bemerkt...das Treppensteigen am nächsten Tagen fiel seeeehr schwer ;-)
Doch der Muskelkater hat sich gelohnt, wir hatten einen tollen Tag mit super Wetter und ich hab wieder ein Stückchen mehr von den USA gesehen =)

Montag, 13. September 2010

Harvard here I am ...

Ja, schon seit zwei Wochen bin ich in der Harvard Universität eingeschrieben, die älteste Uni Amerikas wollte mich unbedingt haben...ok, zugegeben, es ist "nur" die Harvard Extension School, so eine Art Abendschule von Harvard, zu der sich jeder anmelden kann, aber die Vorlesungen finden in den Harvard-Gebäuden statt und die Profs sind auch von dort...also doch wieder fast richtig ;-)
Auf jeden Fall ist es ein cooles Gefühl, teil dieser berühmten Uni zu sein.
So gehe ich jetzt jeden Donnerstag Abendbis Weihnachten für zwei Stunden zu Psychology on early childhood.
Mal sehen, was ich noch alles schönes lerne...

Dienstag, 7. September 2010

"Happy Birthday ... "



Mein amerikanischer Geburtstag, weit weit weg von euch, dennoch hatte ich einen schönen Tag.
Tagsüber gings mit meinem jüngeren Mädel und deren Freundin mit Nanny zum Kajakfahren auf den Charles River. Das war total super, es war mega heiß und somit mussten wir dazwischen immer wieder eine Wasserschlacht einlegen, um uns abzukühlen :-) Eine weniger gute Idee war im Nachhinein, den beiden Mädels auf halber Strecke ihren Willen zu lassen und sie beide in ein Boot sitzen zu lassen...was damit endete, dass sie sich beiden mehr an unser Boot gehängt haben als dass sie selber gepaddelt haben...aber gut, somit hatten wir wenigstens auch unseren Sport ;-)
Abends nach dem Dinner fand dann eine kleine Geburtstagsfeier statt mit meiner Familie und 2 Freundinnen. Es gab leckeren Schokokuchen (sogar mit 20 Kerzen geschmückt) und ich bekam noch einen original deutschen Apfelkuchen geschenkt *mmmmhhhh*
Meine Familie beschenkte mich mit edlen Schmetterlingsflügelohrringen und 2 CD`s, dazu eine sehr lustige singende hawaiianische Geburtstagskarte.
Natürlich durfte das obligatorische "Happy Birthday"- Singen nicht fehlen, ich bekam es selbst auf einer Nasenflöte (ja, sowas gibts ;-) vorgespielt.